Schwerpunkt:

Historischer Kupferbergbau (500 Jahre Bergbaugeschichte), Schaubergwerk Hochfeld, Bergbau, Besucherbergwerk, Geologie (Tauernfenster), Mineralogie, Naturdenkmal Untersulzbachwasserfall

Öffnungszeiten:

Das Bergwerk kann nur im Rahmen einer Führung besucht werden.
Tel. +43 6562 40849-33

Führungen:

08.07. - 06.09.2019 Montag - Freitag jeweils um 11 Uhr und um 14 Uhr
Dauer der Führung: 1,5 - 2 Stunden | kein barrierefreier Zugang
Telefonische Anmeldung bis zum Tag vor der Exkursion 12 Uhr bei der Nationalparkverwaltung Hohe Tauern, 5730 Mittersill
Tel.: +43 6562 40849-33, Montag bis Freitag: 8 - 12 Uhr

Auskunft:

Nationalpark Hohe Tauern, Gerlosstr. 18, 5730 Mittersill, Tel. +43 6562 40849

 
 
 
Museumsfläche:
1200 m Stollensystem
Gründungsjahr:
1993
Rechtsträger:
Salzburger Nationalparkfonds Hohe Tauern
 

Die Suche nach Edelmetallen trug wesentlich zur Besiedelung der Gebirgstäler in den Hohen Tauern bei.

Im Jahr 1525 wurde der Kupferbergbau im Untersulzbachtal erstmals schriftlich erwähnt, 1537 verwendete man bereits die Bezeichnung Hochfeld. Mit Unterbrechungen arbeiteten im Untersulzbach verschiedene Gewerken, darunter befanden sich auch Augsburger Kaufleute. Es wurde von wenig, aber gutem Erz berichtet. Ober Tag gab es schon Pochwerke, Bergschmiede und Bergstuben.
Ab 1701 versuchte Gregori Perger aus Bramberg sein Glück am Hochfeld, verlor aber sein ganzes Vermögen. 1745 vernichtete ein Großfeuer die Taggebäude, 1761 wurden Gebäude durch ein Hochwasser weggerissen und Transportstrecken zerstört. Die Kapitalkraft des Mühlbacher Bergbaues brachte nach 1780 den Kupferbergbau am Hochfeld durch neue Erschließungsarbeiten zur Hochblüte. Die Jahresförderung betrug bis zu 25 Tonnen Kupfer. 1758 befanden sich bereits 8/9 Anteile des Reviers im Besitz des Fürsterzbischofs von Salzburg, dieser übernahm 1781 auch das letzte Neuntel.
1805 fielen alle Bergwerksanlagen an den Österreichischen Staat, 1810 für kurze Zeit auch an Bayern - "Königlich-Bayerischer Kupfer Bergbau Untersulzbach". Der unrentabel gewordene Bergbau im Untersulzbach wurde 1855 noch von einem Privatmann übernommen, aber bereits 1857 geschlossen. Von 1909 bis 1928 und 1946 bis 1954 wurde der Bergbau am Hochfeld nochmals wiedergewältigt und geringfügig auch Kupfererz gefördert.
Von 1986 bis 1996 baute das Zukunftskollegium Nationalpark Hohe Tauern Neukirchen das Schaubergwerk in seinem heutigen Umfang aus. Dabei wurde besonders auf die Erhaltung eines unverfälschten historischen Charakters geachtet. 1200 Meter des über 4 Kilometer langen Stollen- und Schachtsystems konnte für Besucher zugänglich gemacht werden.
Die Führung durch die alten Stollen vermitteln in anschaulicher Weise die kargen und harten Lebensbedingungen der Bergknappen vergangener Zeiten. Auch ein Blick in die Entstehung und Vielfalt örtlicher Gesteine, Mineralien und Erze offenbart sich dem Besucher. Die Führungsdauer durch das Schaubergwerk beträgt ca. 2 Stunden. 

Wo liegt das Schaubergwerk Hochfeld?
Ausgangspunkt für die Wanderung zum Schaubergwerk ist der Parkplatz beim Gasthof Schütthof im Ortsteil Sulzau in Neukirchen am Großvenediger. Von hier führt der Knappenweg bergauf am eindrucksvollen Naturdenkmal Untersulzbachwasserfall vorbei zum historischen Kupferbergwerk, eine der umfangreichsten und originellsten Schaubergwerksanlagen Österrreichs. Unterwegs stößt man nicht nur auf Spuren des einstigen Bergbaues, sondern erlebt auch die vielfältige Vegetation am Schluchtwasserfall, die Baumarten im Bergwald und einen interessanten Blick in das geologische "Tauernfenster", den Gesteinsaufbau der Hohen Tauern.

 
 
 
 
 
Rückfragen an: das jeweilige Museum
Änderungen an: Reinhold Bayer , Tel +43 662 8042 3066