Schwerpunkt:

"Am Rad der Zeit drehen" - ein prähistorisches Keltendorf wurde rekonstruiert

Öffnungszeiten:

Besichtigung von außen jederzeit möglich, ansonsten mit Führung jeden Donnerstag 13.00, 15.00 & 17.00 Uhr (nur im Sommer)

Führungen:

Nur im Sommer: jeden Donnerstag um 13.00,  15.00 & 17.00 Uhr,  Dauer 1 Stunde
Auskunft & Anmeldung (bis zum Vortag 11.00 Uhr): Tourismusbüro Uttendorf/Weißsee

Auskunft:

www.museumswelten-hohetauern.at | Tourismusbüro Uttendorf/Weißsee, Tel. +43 6563 8279

 
Kustos / Kustodin:
Museumskoordinatorin Dr. Veronika Angelika Gautsch, +43 664 1253938
 
Obmann / Obfrau:
Hannes Lerchbaumer, Dorfbachstrasse 1, 5723 Uttendorf, +43 6563 8208
 
Museumsfläche:
ca. 5.000 m²
Gründungsjahr:
1985
Rechtsträger:
Verein Zukunftskollegium Nationalpark Hohe Tauern Uttendorf
 

Im Zuge der Neuverlegung der Ortswasserleitung von Uttendorf wurde im April 1962 im Bereich des Untersteinfeldes ein großes archäologisches Gräberfeld aus der Hallstattzeit (750-600 v. Chr.)entdeckt. Insgesamt 448 Grabanlagen konnten von 1975 bis 1990 im größten bislang bekannten eisenzeitlichen Gräberfeld im inneralpinen Raum freigelegt und dokumentiert werden. In der Zwischenzeit kamen anlässlich einer Straßenverlegung weitere 15 Gräber zum Vorschein. Keramik und Metallbeigaben zeugen von bedeutenden und weitreichenden Handelsverbindungen.

Im Sommer 2000 begann man mit dem Nachbau der prähistorischen Keltensiedlung auf historischem Boden. Die "Kelten Welt" wurde in mehreren Bauabschnitten errichtet und schließlich im August 2010 eröffnet.

Die damaligen Bewohner lebten vom Kupferbergbau (Viertalalm 1.600 m Seehöhe), der Tauschhandel mit diesem begehrten Rohstoff führte, wie Funde aus dem Gräberfeld zeigen, zu Kontakten mit weit entfernten Regionen, wie Oberitalien, Slowenien, nördliches Alpenvorland.

Bei Führungen erhält der Besucher der Keltensiedlung Einblick in die Welt der Kelten, deren Bräuche, Rituale und Mythologie. Das Besondere der Archäologie in Uttendorf - sie hebt sich aus einer mittlerweile langen Reihe von archäologischen Fundpunkten im inneralpinen Bereich hervor - liegt an der einzigartigen Befundsituation. Nur hier sind an einer Stelle alle Bereiche vorgeschichtlicher Lebensweise erfasst: Siedlung, Gräberfeld, Bergbau und Handelswege. Obwohl noch viele Fragen offen bleiben, ist Uttendorf aufgrund des hinsichtlich Quantität und Qualität weit überdurchschnittlichen Fundmaterials sicherlich als überregional bedeutendes Siedlungszentrum in prähistorischer Zeit anzusprechen.

Es wird versucht, nach dem Motto "Ein Stück Geschichte festhalten", mit dem Dorf die Arbeits- und Lebensweise der Kelten nachzuvollziehen und auf sehr anschauliche Weise zu demonstrieren, wie sich das Dorfleben zugetragen haben könnte.

 
 
 
 
 
Rückfragen an: das jeweilige Museum
Änderungen an: Reinhold Bayer , Tel +43 662 8042 3066