Schutzgebiet

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Bürmooser Moor
Europaschutzgebiet

Zusammen mit dem Ibmer Moor und dem Weidmoos bildet das Bürmooser Moor den größten österreichischen Moorkomplex. Nach Beendigung des industriellen Torfabbaus und des bäuerlichen Handtorfstichs wurde durch den Torferneuerungsverein Bürmoos zwischen 1985 und 2000 eine umfassende Revitalisierung durchgeführt. Es entstanden rund 60 kleinere und größere Wasserflächen und eine reiche Gliederung aus Schilfröhrichten, Streuwiesen, Gehölzgruppen und Moorwäldchen. Der Torferneuerungsverein führt auf Grundlage des Natura 2000-Managementplans ein gezieltes Biotopmanagement durch, um den hohen naturschutzfachlichen Wert der neu entstandenen Feuchtlandschaft zu erhalten. Durch ein 2011 umgesetztes Renaturierungsprojekt und die anschließende Tätigkeit des Bibers seit 2015 sind große Teile des Rodinger Winkl seicht übergestaut und entwickeln sich zu einem besonders wertvollen Feuchtgebiet.
Auf den nach Beendigung des Torfabbaus entstandenen Streu- und Feuchtwiesen siedeln sich immer mehr typische Arten an, u.a. Sibirische Schwertlilie, Geflecktes und Breitblättriges Knabenkraut und der Sumpfhaarstrang. Kleine Teile der ursprünglichen Hochmoorvegetation sind noch erhalten. An diesen Stellen wachsen Torfmoose, Rundblättriger Sonnentau, Rosmarinheide, Moosbeere, Scheidenwollgras, aber auch viel Heidekraut als Austrocknungszeiger (Verheidung). In den vom Biber eingestauten Flächen wachsen Wasserschlauch-Arten, Froschlöffel und Schilf.
An Vogelarten außerordentlich reich zeigt sich das Bürmooser Moor als hochwertiges Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet. Bedeutende Vertreter sind Weißsterniges Blaukehlchen, Silberreiher, Bekassine, Zwergdommel, Krickente, Zwergtaucher, Teich- und Sumpfrohrsänger, Rohrweihe und Schlagschwirl. Die Amphibien und Reptilien sind ebenfalls artenreich vertreten: Kammmolch und Springfrosch mit wichtigenVorkommen für Salzburg, Laubfrosch, Kleiner Teichfrosch, Seefrosch, Zauneidechse, Blindschleiche, Ringelnatter, Schlingnatter und Kreuzotter.
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