Schutzgebiet

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Seisenbergklamm
Naturdenkmal

Dem Torrener Joch folgend schnitt sich der Weißbach über Jahrhunderte in den Dachsteinkalk (Obere Trias) und hinterließ die gut erschlossene, schlangenförmig gewundene "Seisenbergklamm". Diese anfangs offene Klamm verjüngt sich gegen Ende immer mehr, bis die Felsen an der so sogenannten Dunkelklamm abrupt zusammentreten. Der hinterste Teil hat hallen- und domkuppelartigen Charakter mit glatten, gewölbten Wänden, die von der Gewalt des fließenden Wassers zeugen. Am Ende fällt ein starker Wasserfall über einen Katarakt aus Kolken talwärts. 1831 war die Klamm noch mit einem Triftweg für den Holztransport versehen und wurde zunehmend erschlossen. Durch Naturkatastrophen wie Bergstürze und Hochwasser wurden die Erschließungsbauten immer wieder zerstört. Im Rockstroh-Dom sind Wappen aus Österreich und Bayern an den Wänden zu erkennen. Sie stehen für wechselnde Besitzverhältnisse dieses Gebietes zwischen Österreich und Bayern.
Das in der Enge tief eingeschnittener Klammen generell feuchte Lokalklima bewirkt auch hier die Entwicklung einer reichhaltigen Moosflora. Charakteristisch für feuchtkühle Standorte sind auch die Vorkommen verschiedener Farnarten.
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