Schutzgebiet

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Salzachöfen
Naturdenkmal

Dort, wo Hagengebirge und Tennengebirge zusammenrücken, fräst sich die Salzach ihren Weg in den Dachsteinkalk. Dieser klammartige Durchbruch der "Salzachöfen" begann in der Eiszeit und bleibt wegen der vermutlich noch heute andauernden Hebung der Kalkalpen immer noch aktiv. Gewaltige Felssturzblöcke, außerordentlich große Auskolkungen (Dome), düstere Engstellen, Überhänge und andere Felsbildungen fügen sich im Verlauf der öffentlich zugänglichen Klammsteige zu einem besonders eindrucksvollen Gesamtbild.
Der felsige Einschnitt bietet trotz geringer Humusauflage und geringer Wasserhaltekapazität die Möglichkeit für Vegetationsentwicklung. Die Buche dominiert. Im Unterwuchs sind verschiedene Seggenarten und als Besonderheit die Haselwurz zu finden. Die umliegenden Felsen tragen durch Luftfeuchtigkeit geförderten Moosbewuchs. An humusreicheren Stellen finden sich Silberblatt und Hirschzunge. Die blanken Felsen bieten, nach der Sonnenseite ausgerichtet, Felsspaltengesellschaften mit Eisenhut, Alpendost, Schneeheide und Salbei günstige Bedingungen.
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